| VSP für Spezialschiffe zur Minenbekämpfung
Für die Anwendung bei Minenkampffahrzeugen erfolgt die Materialauswahl mit Rücksicht auf eine möglichst geringe magnetische Signatur. Mehr als 90 Gewichtsprozente des Voith Schneider Propellers bestehen aus nicht magnetisierbarem Material. Falls erforderlich können die aus konstruktiven Gründen notwendigen magnetischen Teile vor dem Einbau einer magnetischen Behandlung unterzogen werden.
Die Dimensionierung der Bauteile erfolgt unter Berücksichtigung der Betriebslast, aber auch der möglichen Schockbelastungen infolge von Minenexplosionen. Durch entsprechende Ansprengversuche ist die Schockfestigkeit der Voith Schneider Propeller nachgewiesen worden.
Vorteile des Voith Schneider Propellers für Minenkampffahrzeuge:
- Haupt- und Schleichfahrtantrieb sind in einem Aggregat zusammengefasst.
- Da die Propellergröße nach der Leistung für den Hauptantrieb ausgelegt wird, steht der gleich große Propeller auch für Schleichfahrt zur Verfügung. Hier ist der Leistungsbedarf sehr niedrig, so dass sich, bezogen auf die sehr große Propellerstrahlfläche, eine extrem niedrige Propellerbelastung ergibt. Entsprechend dem Leistungsbedarf kann die Drehzahl abgesenkt werden. Die Geräuschpegel sinken extrem, die niedrige Schallemission wird durch Langsamlaufeigenschaften bewirkt.
- Störeinflüsse durch Anhänge, wie z.B. Wellen, Wellenböcke, Propellernaben, Ruder- oder Hilfsantriebe, sind nicht vorhanden. Nur die schuberzeugenden Flügel ragen aus dem Radkörper heraus, der bündig mit der umgebenden Schiffsaußenhaut abschließt.
- Hydrodynamisch gibt es eine Rotationssymmetrie, damit ist auch bei der Geräuschentwicklung keine Richtung benachteiligt.
- Beim Manövrieren gibt es keine extremen Änderungen im Geräuschverhalten, weil der Voith Schneider Propeller als instationärer Antrieb unempfindlich bezüglich Änderungen der Arbeitsrichtung ist.
- Der Propellerschub und damit der Abstrom ist nicht an die Richtung der Drehachse gebunden. Er kann also frei im Bereich von 360° gewählt werden. Somit ist es z.B. beim Aufstoppen möglich, einen Sperrbereich festzulegen, um einen möglichen Störeinfluss auf das Sonar so gering wie möglich zu halten.
- Beim Aufstoppen besteht nicht die Tendenz des Luftansaugens, selbst bei sehr geringer Spiegeltauschung, weil der Zustrom diagonal von unten erfolgt. Dieses trägt zur Minimierung des Störeinflüsse beim Manövrieren bei.
- Die Anpassung an verschiedene Betriebszustände, wie z.B. Freifahrt, Schleichfahrt, Schleppfahrt ist auf einfache Art möglich.
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