Wichtige physikalische Effekte:
- Der Aufprallpunkt der Eisschollen am Propellerflügel liegt im oberen Teil des Flügels in der Nähe der Lagerung (geringerer Biegemoment),
- Der Aufprall de Eisschollen erfolgt an der Vorderkante der Flügel. Hier ist das Widerstandsmoment des Flügelprofils am größten. Risiko von Schäden wird minimiert.
- Die Eisschollen werden zur Seite gedrückt und verfangen sich nicht im VSP. Diese Eisschollen werden nach dem ersten Auftreffen vom Antrieb sofort abgelenkt.
Die Vorteile des VSP im Eis liegen in seiner hohen Manövrierfähigkeit und der stufenlosen Schubverstellung. So kann der Abstrom des Propellers direkt und stufenlos variiert werden, so dass Eisschollen sehr präzise in die gewünschte Richtung verschoben und eine Fahrrinne geräumt werden kann. Aufgrund der besonderen physikalischen Effekte und der Interaktion zwischen VSP-Flügeln und den Eisschollen werden die VSP-Flügel anders getroffen, als die von Schraubenpropellern. Hierdurch reduziert sich das Schadenrisiko.
Sowohl Svitzer in Göteborg als auch URAG in Bremerhaven und Bugsier in Rostock (Abb. 1 und Abb. 2) haben mit ihren Schleppern bei Fahrten im Eis sehr gute Erfahrungen gemacht. Gleiche Erkenntnissen wurden in der Vergangenheit durch Tests in Bezug auf den Kontakt mit Treibholz oder Treibgut gemacht.
[1] Pajala, Jukka: Model tests of VSP propelled vessels in ice, Hydrodynamic Symposium on Voith Schneider Propulsion,
5. - 6. Juni 2008, Heidenheim